Gelungene Saisoneröffnung

TV Flein – TVB 1898 Stuttgart 17:37 ( 10:20)

Der TV Flein hat am Mittwochabend eine gelungene Saisoneröffnung gefeiert. Dazu hatte sich der Württembergligist den Bundesliga-Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart eingeladen. Dass das Team des Heilbronner Trainers Thomas König standesgemäß mit 38:17 (20:10) gewann, war kein Stimmungsdämpfer. Der Fünftligist setzte durchaus das eine oder andere Achtungszeichen. Das freute den neuen Fleiner Trainer Henning Fröschle: „ Wenn es uns gelungen ist, den Respekt abzulegen, haben wir ganz gut mitspielen können.“

Sein Pendant auf Bittenfelder Seite war ebenfalls zufrieden.

Vor Spielbeginn hatte Fröschle auf wenig Schonung durch den Gegner gesetzt. „ Ich hoffe, dass Bittenfeld nicht bis zum Ende voll durchzieht, bin mir aber sicher, dass sie in der ersten Halbzeit Vollgas geben werden.“. Denn auch bei einem Bundesligisten ersetzt kein Training die Spielpraxis. Da in der ersten Liga erst ein Spieltag absolviert und am Wochenende spielfrei ist, kam das Testspiel nicht ungelegen, um im Rhythmus zu bleiben. Gerade die erst kürzlich verpflichteten Kasper Kisumu und Sajad Esteki sowie der nach einer Hämorrhoiden-OP erst vor einer Woche wieder ins Training zurückgekehrte Teo Coric brauchen jedes Spiel um ins Team zu finden. Nicht zuletzt dient ein solches Testspiel natürlich auch der Eigenwerbung. Der bundesliga-aufsteiger möchte schließlich in seine Premierensaison in der Eliteklasse gerne Zuschauer aus der Region Heilbronn nach Stuttgart locken.

Es waren zu Beginn des Spiels aber weniger spielerische Kabinettstückchen als vielmehr physische Überlegenheit des Bundesligisten, die für klare Fronten sorgten. Die Tore fielen oft durch Einzelaktionen. Gegen die massive Deckung der Gäste fand der neu formierte Fleiner Rückraum kaum ein Mittel. Erst nach sieben Minuten gelang Linksaußen Rene Müller der erste Treffer für die Grün-Weißen.

Die Aufgaben des langjährigen Denkers und Lenkers uns Kapitän der Mannschaft, Fabian Gerstlauer müssen eben neu verteilt werden. Im Rückraum begannen die Fleiner mit den Neuzugängen Ivan Miletic, auf der Mitte und Michael Duttle im linken Rückraum. Mihailo Durdevic besetzte den rechten Rückraum. Doch diese Positionen waren nicht in Stein gemeißelt, sondern wurden von diesem Trio sehr flexibel interpretiert – ganz im Sinne des Trainers. Der hat mit Julian Krötzsch nun auch einen Mann in seinen Reihen, der für die einfachen Tore sorgen kann. Das klappte bei dem 22-jährigen mit 1,97 Meter Gardemaß nach seiner frühen Einwechslung selbst gegen den Bundesligisten hin und wieder. Insgesamt kamen die Fleiner offensiv immer besser zur Geltung. Bis zur Pause gelangen zehn Treffer, von denen einige sehr gut herausgespielt waren und von den über 250 Zuschauern begeistert beklatscht wurden. Klar, dass der Bundesligist trotzdem mit einer 20:10 Führung in die Kabinen ging.

Aggressive Abwehr

Schonung war auch in der zweiten Halbzeit nicht angesagt, die Gäste zogen die Zügel eher noch etwas an. Die aggressive Abwehr forcierte Fleiner Ballverluste, so dass das Gegenstoßspiel der Bittenfelder nach und nach ins Rollen kam. Dass der TVB allerdings nicht mit der allerletzten Konzentration und Konsequenz zu Werke ging, zeigte die hohe Zahl an Fehlwürfen. In einem Bundesligaspiel hätte es das sicher nicht gegeben.

Die Fleiner behielten zu jeder Zeit die Köpfe oben und versuchten aus der Nachlässigkeit des Gegners Kapital zu schlagen. Das gelang auch aufgrund der vielen Wechsel nicht mehr ganz so gut wie in einigen Phasen der ersten 30 Minuten.

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