H1 – Aufsteiger Flein überrascht den Titelanwärter

Der Heimspiel-Auftakt endet für Flein mit einem 36:31-Sieg gegen Waiblingen. Aus der starken Teamleistung ragt Keeper Max Brösch heraus.
Der TV Flein hat am Freitagabend ein Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den favorisierten VfL Waiblingen gewann der Württembergliga-Aufsteiger seinen Heimspiel-Auftakt mit 36:31 (16:18). Held des Abends war Youngster Max Brösch, der zur Halbzeit eingewechselt stark hielt. „Wahnsinn, ich war überrascht, als ich rein durfte. So darf es weitergehen“, sagte Brösch.
Die Fleiner kamen gut ins Spiel, legten in der Anfangsphase immer vor. Doch Waiblingen glich angeführt vom früheren Horkheimer Sascha Laurenz stets wieder aus. Bei beiden Teams wechselten sich lichte und düstere Momente ab. Ein Klassenunterschied zwischen dem Aufsteiger und dem Spitzenteam war nicht erkennbar.

Glück bei vier abgefälschten Würfen

Nach einer Viertelstunde bekamen die Gastgeber aber zunehmend Probleme, ihre Angriffe erfolgreich abzuschließen. Waiblingen kam über seine erste Welle hingegen immer wieder schnell zu einfachen Toren. Folglich liefen die Fleiner nach dem 6:6 (13. Minute) immer einem Rückstand hinterher, hatten aber bei vier abgefälschten Würfen Glück, dass diese doch noch im Tor landeten. So blieben die Grün-Weißen zumindest auf Tuchfühlung.
Der größte Aufreger der ersten 30 Minuten war die Rote Karte gegen Gästekeeper Ruben Keller. Der frühere Leonberger hatte versucht einen langen Gegenstoßpass außerhalb seines Torraums abzufangen, kam gegen Marius Braun aber zu spät. Der Fleiner wischte den Ball ins Tor, bevor er mit Keller zusammenstieß.

Rote Karte nach 25 Minuten

Es war der 14:14-Ausgleich (25.) und ein rotwürdiges Vergehen des Keepers. Für den 25-Jährigen hütete fortan Yannick Seeger den Waiblinger Kasten. Beim Stand von 16:18 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Kabinen.
Mit einem Blitzstart kamen die Fleiner zurück aufs Feld. Drei schnelle Tore in 90 Sekunden – und die Partie war gedreht. Deutlich aggressiver und offensiver in der Abwehr fanden die Gäste gar nicht mehr ins Spiel. Nach dem 23:20 (37.) durch Kapitän Kai Herrmann griff Gästecoach Tim Baumgart zur Grünen Karte.

Kempa-Tor von Kai Herrmann

Doch außer Laurenz und dem früheren Weinsberger Marc Leinhos traf keiner seiner Spieler mehr. Nicht zuletzt ein Verdienst von Brösch. Die Fleiner bauten ihre Führung auf 25:21 (41.) aus. Es gelangen sogar Kunststückchen wie das Kempa-Tor von Kai Herrmann zum 30:27 (50.).

„Wir hatten in der Halbzeit gemeinsam beschlossen, dass wir was ändern müssen. Das hat geklappt“, freute sich TVF-Coach Krunoslav Jelinic. Doch die Fleiner bekamen den Sack lange nicht zu. Erst ein locker gefangener Heber von Brösch beim Stand von 34:31 (59.) brachte die ersten zwei Heimpunkte der Saison unter Dach und Fach.

TV Flein:

Fasano, Brösch; Weipert(6), Braun(2), Scheitterlein, Joos(4), Hoffmann, Herrmann(10/4), Schilpp(6), Pavel(2), Kachelmuß, Geiger(1), Kroll(5), Pitzke.

VFL Waiblingen:

Keller, Seeger; Brugger(1), Gühne, Linsenmaier(2), Leinhos(7/3), Luckert(1), Ader(1), Laurenz(10), Gneiding(2), Schwarz(3), Baumgarten(4), Hellmann.

Hinausstellungen: TV 1, VFL 3 und 1 Disqualifikation

Siebenmeter: TV 4/4, VFL 3/3

Quelle: Heilbronner Stimme

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